Die Gesundheitsbehörden mehrerer Länder haben kürzlich bestimmte Medikamente aufgrund möglicher Herz-Kreislauf-Risiken überprüft, deren Zulassung eingeschränkt oder sie vom Markt genommen. Einige dieser Medikamente wurden mit schwerwiegenden Erkrankungen wie Blutgerinnseln, Embolien, Schlaganfall und Herzinfarkt in Verbindung gebracht.
Patienten und medizinisches Fachpersonal sollten besonders wachsam sein, wenn Medikamente eingenommen werden, die bekanntermaßen die Durchblutung, den Blutdruck oder das Risiko der Blutgerinnung beeinflussen.
Was sind Blutgerinnsel?
Ein Thrombus ist ein abnormales Blutgerinnsel, das sich in einem Blutgefäß bildet. Die Blutgerinnung ist notwendig, um Blutungen zu stoppen. Bildet sich jedoch ohne Verletzung ein Gerinnsel in einer Vene oder Arterie, kann es den Blutfluss blockieren und gefährlich werden.
Mögliche Komplikationen sind:
- Lungenembolie, wenn ein Blutgerinnsel in die Lunge wandert
- Schlaganfall, wenn die Blutzufuhr zum Gehirn blockiert ist
- Herzinfarkt, wenn ein Blutgerinnsel den Blutfluss zum Herzen blockiert
- Tiefe Venenthrombose, bei der sich ein Blutgerinnsel in einer tiefen Vene bildet, häufig im Bein
Selbst ein einziges unbehandeltes Blutgerinnsel kann lebensbedrohlich werden. Deshalb werden Medikamente, die mit einem höheren Risiko der Blutgerinnung verbunden sind, von den Gesundheitsbehörden sehr ernst genommen.
Medikamente, die möglicherweise besondere Vorsicht erfordern

Die genauen Medikamentennamen können je nach Land variieren, aber zu den häufig diskutierten Kategorien gehören:
- Hormonelle Verhütungsmittel, insbesondere bestimmte neuere Generationen
- Einige entzündungshemmende Medikamente
- Bestimmte Abnehmpillen oder Appetitzügler
- Seltene Fälle im Zusammenhang mit bestimmten COVID-19-Behandlungen oder -Impfstoffen
Regulierungsbehörden wie die FDA, die EMA und nationale Gesundheitsbehörden können Sicherheitswarnungen, Nutzungsbeschränkungen, Rückrufe oder vorübergehende Aussetzungen anordnen, wenn Risiken festgestellt werden.
Das Risiko kann bei Menschen mit bestehenden Gesundheitsproblemen oder Risikofaktoren erhöht sein, darunter:
- Hoher Blutdruck
- Fettleibigkeit
- Diabetes
- Rauchgeschichte
- Familiäre oder genetische Vorbelastung mit Gerinnungsstörungen